SatkomRuhr
Der Bauprozess

Der BauprozessAnfang Mai 2000 wurde vom damaligen Ministerpräsident Wolfgang Clement gemeinsam mit dem Landtagspräsidenten Ulli Schmidt und dem früheren Hattinger Bürgermeister Dieter Liebig der Grundstein für den Beginn der Umbauarbeiten gelegt. Es folgten die Ausschreibungen und etwa ab Herbst 2000 die Abbruch-und Gründungsarbeiten. Ende des Jahres konnte dann mit dem Rohbau begonnen werden. Neben dem Neubau des Eingangsbereiches (Treppenhaus und Personenaufzug) umfassen diese auch die neu einzuziehenden Betondecken. Die Rohbauarbeiten wurden 2001 abgeschlossen. Ab 2002 konnten die Zimmerleute, Fassaden-und Fensterbauer ihre Arbeit aufnehmen. Parallel dazu liefen die Innenbereichs- wie Trockenbau,-Installations-etc.-arbeiten.


Standort

Standort von SatkomRuhr ist das Gelände der ehemaligen Henrichshütte, der heutige Gewerbe- und Landschaftspark Hattingen.standort

Planung
Die Planung für Architektur und Stil des Gebäudes ist bemerkenswert und einzigartig für die Region: nach Fertigstellung ist das Gebäude von weit her aus dem Ruhrtal und von seinen Höhen sichtbar und setzt eine Landmarke als Symbol für den Strukturwandel. Dazu wurden die bislang 5 Etagen des ehemaligen Bunkers um weitere 3 Etagen zuzüglich Eventkuppel mit einer Stahl/Glaskonstruktion aufgestockt. Hier entstanden zusätzlich jeweils 500 m² Bürofläche mit Galerie sowie die Eventkuppel mit ca. 180 m² Nutzfläche sowie 340 m² begehbarer Dachterrasse.

 

Bunker
Die Räume im Bunker eignen sich hervorragend für die Unterbringung von Rechnern zur Datensicherung bzw. als Back-Up-Möglichkeit sowie als sogenannte Server-Farm für Internet-Dienstleister. Hierfür sprechen die angesichts der Bausubstanz gegebene hohe Sicherheit sowie die im Rahmen des Projekts vorgesehene telekommunikativen Verbindungen ( Satellitenschüsseln, Lichtwellenleiter, optischer Richtfunk, Mikrowelle, Glasfaser ).

 

„Antenne ins All“

Antenne von Portugal auf dem Dach von SatkomRuhr

antenne ins allIm Jahre 2000 installierte das Unternehmen VCS Nachrichtentechnik GmbH aus Bochum beim portugiesischen Wetterdienst ein neues Antennensystem für den Empfang digitaler Daten der polar-umlaufenden Wettersatelliten. Vertragliche Gestaltung erforderte die Rücknahme der bisher genutzten 3.7 m Antenne durch die VCS.Die Bochumer stellten nun diese Antenne SatkomRuhr zur Verfügung. Und das hatte Konsequenzen: Seit 2000 auf der Kuppel von SatkomRuhr installiert, kann diese Antenne, die von der VCS mit entsprechender Soft- und Hardware ausgerüstet wurde, die Wetterdaten eben jener polar-umlaufenden Satelliten (NOAA und Feng Yung) empfangen.

 

VCS in der europäischen Raumfahrt etabliert

 

Über zahlreiche Systemlösungen, besonders im Umfeld des METOSAT Programms, gelang es VCS, sich im Kreis der europäischen Raumfahrtunternehmen zu etablieren. Das Bochumer Unternehmen ist ein auf Systemlösungen in nachrichtentechnischen Nischenmärkten spezialisierter Betrieb, der in den vergangenen Jahren seine führende Position als Anbieter von Soft- und Hardwarelösungen zur Automation der Betriebsabläufe in Rundfunksendern ausbauen konnte.

Parallel hierzu hat VCS sich in Europa zu einem bedeutenden Anbieter komplexer Datenverteilsysteme für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt sowie der Meteorologie entwickelt. Im Laufe der Jahre setzen sowohl die supranationale Organisation EU-METEOSAT (Betreiber des europäischen Wettersatelliten METEO-SAT), die europäische Weltraumbehörde ESA, die amerikanische Weltraumbehörde NOAA, als auch einige Großunternehmen der Raumfahrtindustrie auf das spezielle Know-How der Bochumer „High-Tech-Denkfabrik“.