Aufbruch ins 21. Jahrhundert

Wolfgang Clement, Superminister in Berlin, schwelgte am 17. September 2001 in Erinnerungen, wie er als Junge auf dem Henrichshüttengelände gespielt habe und Fahrrad gefahren sei, dabei schaute er sich genussvoll um: Auf die große Gästeschar, die sich unter dem „SatkomRuhr-OpenAir“ versammelt hatte und auf den Turm selbst, der – so Clement – Symbol für den Aufbruch ins 21. Jahrhundert sei. Zwei Tage vor der Eröffnung widmete die „Süddeutsche Zeitung“ dem Kommunikationstower eine gute halbe Seite und nannte das Satelliten-Kompetenzzentrum einen „Motor für den Wandel“ im Ruhrgebiet.

Neben Wolfgang Clement und BWH-Geschäftsführer Wolfgang Köbernik brachten eine Reihe von Festrednern ihre Freude und Bewunderung für die in Nordrhein-Westfalen einmalige Einrichtung mit herzlichen Glückwünschen zum Ausdruck.

 

 

Platz mit Zukunft für den Mittelstand

seminar2Was spielt sich Innern des Towers ab? Dort gibt es moderne Technologie zur Informationsverarbeitung und Telekommunikation mit Zugang zur Datenübertragung per Satellit und anderen nicht leitungsgebundenen Übertragungsstrecken, wie Laser-Richtfunk und Mikrowelle.

Der Platz mit Zukunft ist ideal als Standort für Unternehmen rund um die Entwicklung und Nutzung von Datenübertragungs- und Informationsverarbeitungstechniken aus so unterschiedlichen Branchen wie Informations- und Telekommunikationstechnik, Geoinformatik und Sicherheits- und Überwachungstechnik.

Natürlich feierten auch die ersten Mieter von SatkomRuhr schon mit, die diesen Standort als strategische Basis für ihre Geschäfte und als Netzwerk nutzen.
Denn dieses Netzwerk steht mittelständischen Unternehmen von außen zur Verfügung, die hier Synergieeffekte, Infrastruktur und Dienstleistungen nutzen können.

Moderne Schulungs- und Tagungsräume, Videokonferenzsysteme und schnelle Internetzugänge geben SatkomRuhr das Tempo.

 

 

Die „Wettermacher“ als Nachbarn von SatkomRuhr.

Im Café der Kuppel des Kommunikationstowers konnten die Gäste, drunter auch Ministerpräsident Wolfgang Clement, die Erde aus der Vogelperspektive betrachten. Der Tag der offenen Tür zur Eröffnung von von SatkomRuhr machte es möglich. Das Unternehmen „geoscopia“ lieferte Bilder vom geostationären Meteosat und interpretierte sie. Derartige Bilder sind in einer Zeit von Bedeutung, in der Klimaveränderungen für reißende Ströme verantwortlich sind, die mitten durch den Dresdener Hauptbahnhof rasen.“geoscopia“ interpretiert Wetterdaten und ihre Auswirkungen.
Als Mitglied im Bundesdeutschen Arbeitskreis für umweltbewusstes Management bieten die „Wettermacher“ multimedia Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen zu Umweltfragen und insbesondere der Agenda 21 für Interessenten aller Art – von Schule bis Unternehmen an.

 

 

Cupola, Fenster zum All

cupola„Die hier ausgestellte „Cupola“ ist die baugleiche Version des kuppelförmigen Beobachtungsturmes, der zusammen mit dem Verbindungsmodul „Node 3“ zur internationalen Raumstation ISS transportiert wurde.

Sie hat Platz für zwei Besatzungsmitglieder und bietet mit ihren sechs seitlich angebrachten Fenstern und einem ca. 80 cm großem Fenster auf dem „Dach“ einen Panoramablick auf die Erde.

Als eine druckgeregelte Beobachtungs- und Arbeitsplattform soll sie die Besatzung der Raumstation bei der Überwachung und Steuerung des Roboterarms „Candarm2“ unterstützen.

Die ca. 1,50 m hohe Cupola hat einen maximalen Durchmesser von 2,95 m, wiegt ca. 1,8 Tonnen und wurde von der VSG Energie- und Schmiedetechnik in Hattingen gefertigt.

 

 

Antenne ins All

Heute schon mit dem Astronauten gesprochen?

„AMSAT Oscar40“ hat einen Durchmesser von 2 Metern und umrundet regelmäßig die Erde. Dieser Satellit gehört dem Verein „AMSAT“, einem weltweiten Zusammenschluss engagierter Funkamateure, die die Infrastruktur und Möglichkeiten von SatkomRuhr nutzen. Nun wird sich manch einer fragen, was Funkamateure unter den Profis von SatkomRuhr zu suchen haben. Die Frage ist leicht beantwortet. Funkamateure betreiben, wie die Profis, zahlreiche Satelliten, die speziell für Experimente ausgelegt sind. Diese Möglichkeiten nutzen wissenschaftliche Institute der Universitäten, die im Bereich der satellitengesteuerten Nachrichtentechnik forschen. AMSAT-Mietglied Günter Tebbe, begeisterter Funkamateur seit Gagarins Zeiten, koordiniert für SatkomRuhr die Verbindungen der Wissenschaft zum Club. Tebbe: „Im Verein AMSAT kann jeder mitmachen, der Interesse an diesem Spezialgebiet hat. Wer sich von der Erde aus mit Satelliten befassen möchte, ist im Verein der Funkamateure herzlich willkommen“.